Sportstätten

Nach jahrelangem Übungsbetrieb im Straußgarten stellte der TB Ottenau im Jahr 1899 an die Gemeindeverwaltung einen Antrag, sie möge einen Platz zur Verfügung stellen, auf dem eine Halle erstellt werden könnte. Der Antrag wurde angenommen, doch die finanzielle Belastung konnte damals zunächst nicht geschultert werden. 1903 gab die Vereinswirtin endlich die Zusage für einen Hallenbau neben dem "Gasthaus zum Strauß". Die erste Turnhalle konnte nunmehr gebaut werden und wurde am 4. April 1904 mit einem großen Fest eingeweiht. Sie wurde bis zum Beginn des 2. Weltkrieges stark belegt. 1928 wurde der im Krieg zerstörte Sportplatz gemeinsam mit dem Fußballverein wieder aufgebaut. Der Trainingsbetrieb der Turner wurde zu dieser Zeit auch dort abgehalten, da die Turnhalle sehr baufällig geworden war.

Schließlich fand man 1948 im Sternensaal eine Ausweichstätte. Allerdings war die Hallendecke für das Hochreckturnen zu niedrig. Dieses Problem wurde jedoch bald behoben und es entstand in Eigenarbeit ein Deckenschacht, der das Turnen am "Königsgerät" schließlich möglich machte. 1955 war es nach sieben weiteren Jahren endlich soweit: Die Merkurhalle konnte als Turn- und Versammlungshalle gebaut werden. Schon damals war es nötig, dass die Bürger kräftig mit anpackten.


1956
konnte die Merkurhalle nach einjähriger Bauzeit ihrer Bestimmung übergeben werden. In der Merkurhalle kam es bald zu Termin und Belegungsschwierigkeiten. 1971 waren die Turnerinnen und Turner dann aber froh und dankbar, als die Stadt Gaggenau eine neue Sporthalle baute. Doch diese Halle entpuppte sich bald als Pfuschbau. Jede Menge Mängel und Unfertigkeiten konnten auch durch einen Um- bzw. Reparaturbau nicht behoben werden. Nach vielen Besprechungen, Besichtigungen und finanziellen Auswertungen wurde von Seiten der Gemeinde beschlossen, einen Neubau der dringend notwendigen Sporthalle für die Merkurschule und die Abteilungen der Sportvereinigung zu errichten.

Während der Bauzeit gestaltete sich der Trainingsbetrieb als äußerst schwierig und die Turnerinnen und Turner mussten in die Merkurhalle und in die Hallen befreundeter Vereine ausweichen. Umso größer war die Freude, als die neue Sporthalle im November 1992 fertig gestellt und mit einem großen Fest vor über 500 Zuschauern eingeweiht wurde. Im Juli 2003 erhielt die Halle den Namen des erfolgreichsten Ottenauer Sportlers, Jakob Scheuring.